Was ich vermisse aus der Zeit vor meiner Diagnose!

Tine hat in ihrem Blog darüber geschrieben, was sie aus der Zeit vor ihrer Diagnose vermisst, und somit den „was ich vermisse…“-TAG ins Leben gerufen. Ich möchte an dieser Stelle das Thema direkt aufgreifen und euch erzählen, was ich so alles vermisse.

Ich hab jetzt nun schon seit 10 Jahren meinen täglichen Begleiter und komme mit ihm eigentlich ganz gut zurecht. Dennoch gibt es Phasen, da lass ich schon mal was schleifen. Vermutlich sind dies dann auch die Phasen, in denen ich so manches dann schon sehr vermisse.

Ich vermisse…

  • … das „Einfach-drauf-los-essen-können„, ohne zuvor meinen Blutzucker messen und mir dann Gedanken darüber machen zu müssen, wie viel Kohlenhydrate ich nun vor mir liegen habe.
  • … das „Nicht-darüber-nachdenken-müssen“ bei der Kleider-Wahl, wenn ich mal wieder versuche, meine Insulinpumpe beim Tragen eines enger anliegenden Kleides, so unsichtbar  und so bequem wie möglich zu positionieren.
  • … das „Einfach-nur-krank-sein-dürfen“ wenn mir mal nicht gut ist, ohne, dass ich gleich wieder an meine Blutzuckerwerte denken muss. Ich muss mich manchmal echt zwingen zu messen, wenn es mir schlecht geht. 🙁
  • … das „Einfach-Sport-machen-können„, ohne ständig den Blutzucker im Blick haben zu müssen. Wie hoch muss der Wert vor dem Sport sein? Rutsche ich zwischendrin in den Unterzucker? Das ist manchmal echt anstrengend, zumal ich während der Bewegung den Unterzucker schlechter wahrnehme… 🙁
  • … das „Keine-Angst-vor-Hypos-haben-müssen„. Okay, Angst habe ich nicht wirklich. Meine Hypos waren bisher nie so schlimm, dass ich auf fremde Hilfe angewiesen war. Toi, toi, toi, dass das auch weiterhin so bleibt! Aber eine Unterzuckerung ist einfach kein angenehmes Gefühl.
  • … das „Einfach-in-den-Urlaub-fahren-können„, ohne gleich an mein ganzes Diabetes-Zeug denken zu müssen.
  • … das „Keine-Sorgen-um-die-Zukunft-machen-müssen„. Gut, früher oder später macht man sich auch ohne Diabetes Gedanken um die Zukunft. Doch ich werde immer mögliche Spätfolgen mit im Kopf haben.

Es gibt sicher noch einiges mehr. Kleinigkeiten, die hin und wieder aufpoppen, wenn sich die ein oder andere Situation ergibt. Vieles ist auch zur Routine geworden. Diabetes war auch nie ein komplettes Neuland für mich, als ich die Diagnose bekam. Ein Freund aus der Grundschule hatte schon recht früh Diabetes bekommen. Da blieb ein wenig was an Informationen hängen.

Ich bin mir sicher, dass sich einiges überschneiden wird. Tines Aufruf kann ich hier nur wiederholen: „Wer mitmachen möchte, soll sich bitte getagged fühlen!“ 🙂 Also, was vermisst ihr?

Ich bin gespannt!
Mel

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