Storytime zum Weltdiabetestag

Am heutigen Weltdiabetestag stehen bei der Diabetes Blog Woche Familie und Freunde im Vordergrund. Genauer gesagt all die lustigen und tollen Erlebnisse und Geschichten mit unseren Lieben. Grund genug für mich dir ein paar Anekdoten aus meinem Leben mit Diabetes zu erzählen. Bist du schon gespannt?

Mit dem Diabetes im Gepäck läuft nicht alles immer reibungslos. Kennst du sicherlich auch. Umso wichtiger ist es, Menschen um einen zu haben, die einem gut tun und zur Seite stehen, wenn es im Leben mal wieder kniffliger wird. Dies sollen auch meine nachfolgenden Geschichten zeigen.

Ein simpler Dreisatz

In der ersten Zeit nach meiner Diagnose bin ich mit meinen Eltern jede Woche mit zum Großeinkauf gefahren. Alles war noch neu für mich und ich musste mich erst einmal zurecht finden. In die Nährwerttabelle eines Lebensmittels vertieft, fragte mich mein Dad einmal, auf was ich denn da so genau schaue. Ich erklärte ihm, wie ich die KEs anhand der Kohlenhydratangabe in der Nährwerttabelle berechne.

Mit diesem Wissen bewaffnet wühlten sich meine Eltern dann immer öfter allein durch die prall gefüllten Regale im Supermarkt. Ich weiß noch genau, wie es die beiden freute, wenn sie wieder etwas neues für mich entdeckt hatten. Und mein Dad kommentierte es dann oft mit den Worten: „Schau mal, das hier hat nur soundsoviel KE!“

Der Vollständigkeit halber sei hier erwähnt, dass das meiste davon aus den Regalen der diätischen Lebensmittel stammte. Die waren zu der Zeit noch weit verbreitet und das meiste davon schmeckte wirklich gut. Aber dank meinen Eltern musste ich nicht immer mit zur großen Einkaufstour. Und Abwechslung war garantiert!

Vorsicht: Verwechslungsgefahr!

Zu der Zeit, als ich noch täglich meine Pens nutzte, passierte es mir einmal, dass ich Basal-Insulin spritzen wollte und das Bolus-Insulin erwischt habe. Ha, der Klassiker! Vielleicht ist dir das auch schon mal passiert. Ich kann zu meiner Verteidigung nur sagen, dass ich schon müde war – immerhin wollte ich grade ins Bett gehen – und meine beiden Pens sich sehr ähnelten. Doch von der Müdigkeit war plötzlich nichts mehr zu spüren, als ich den Fehler bemerkte.

Ich bin daraufhin sofort zu meinen Eltern und habe mit ihnen die Situation besprochen. Wir haben ermittelt, wie viel ich jetzt essen könnte und dann gab es Unmengen von Saft und ein paar andere Dinge. Ich kann dir nur sagen, dass es absolut nicht spaßig ist, wenn man etwas essen oder trinken muss, auch wenn man keine Lust drauf hat, nur damit der Blutzucker steigt und nicht wieder abrutscht.

Mit dem ungeplanten „Mitternachtssnack“ im Bauch ging es wieder zurück ins Bett. Das Basal-Insulin habe ich dann vorsichtshalber reduziert gespritzt und meine Eltern gebeten die Nacht nochmal rein zu schauen, was meine Mum dann auch getan hatte. Ich kontrollierte den Wert – zum Glück nicht auffällig – und schlief dann beruhigt weiter. Das war das erste und soweit ich mich erinnere auch das einzige Mal, dass ich die beiden Insuline verwechselt habe.

Ohne euch geht es nicht!

Ohne meine Familie und meine Freunde hätte ich so manche Situation nicht so gemeistert, wie ich es getan habe. Sie sind eine unheimlich große Unterstützung für mich und haben es mir definitiv leichter gemacht, mit meinem Diabetes so offen umzugehen.

Die besten Geschichten schreibt das Leben

Hach ja, die eigene Dummheit führt manchmal zu interessanten Geschichten! So habe ich vor ein paar Jahren auf einem Polterabend meine Stechhilfe vergessen. Ganz dumme Situation, aber noch heute erzähle ich gerne von dem Abend! Falls du noch mehr von meinem zum Teil verpeilten Ich lesen möchtest, dann habe ich hier noch ein paar Geschichten für dich.

Was hast du bisher so mit deinem Diabetes alles erlebt? Bist du manchmal genauso verpeilt, wie ich?

♥ Mel

Dieser Beitrag entstand im Rahmen
der Diabetes-Blog-Woche 2018!
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